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Herrenkosmetik - Was braucht die Männerhaut?

13.04.2012 15:52

Im Kosmetikinstitut Carolin Thomae in Coburg sind wir auf spezielle Kosmetikbehandlungen für Männer spezialisiert!

Die kleinen Unterschiede in der Kosmetik

Viele männertypische Kosmetik Präparate heißen anders, haben aber die gleiche Zusammensetzung, andere wiederum unterscheiden sich grundlegend von den Damenprodukten. Unterschiedlich ist auf jeden Fall die Haut der Männer.

Bindegewebe und Muskulatur: Im Vergleich zu den Frauen sind das Bindegewebe und die hautnahe Muskulatur fester, der spezifische Kollagengehalt der Haut ist höher und die Neigung zu Fettdepots geringer.
Talg- und Schweißproduktion: Die Sebumproduktion und damit auch der äußere Lipidfilm sind ausgeprägter, was in der Summe ein günstigeres Wasserrückhaltevermögen der Haut bewirkt. Außerdem hat die Männerhaut eine höhere Anzahl an Schweißdrüsen - Männer schwitzen schneller und stärker.
Behaarung: Zusammen mit dem erhöhten Sebumfluss führt die stärkere Behaarung zu einer höheren Inzidenz von Akne und Pickeln - insbesondere in und nach der Pubertät. Anlagebedingte Verhornungsstörungen an den Talgdrüsenausgängen und die Besiedlung durch pathogene Keime wirken sich dementsprechend stärker aus. Die vermehrte endogene Fettung macht die Haut auf natürliche Weise glatter, aber auch grobporiger.
Faltenbildung: Aufgrund des günstigen Wasserhaushalts treten Falten später auf, sind dann aber tiefer und im Einzelfall für das individuelle Gesicht sehr charakteristisch. Deshalb akzeptieren Frauen alternde Haut bei Männern eher als umgekehrt. 

Familienseife & Co, Creme und Kosmetikprodukte für Männer

Reinigungsprodukte sind zwar - was die Verwendungshäufigkeit anbelangt - naturgemäß dominierend, unterscheiden sich aber in der Kosmetik am wenigsten von Damenprodukten. Oft benutzt die ganze Familie die gleiche Seife, Duschcreme und das gleiche Shampoo.

Zwei kleine Besonderheiten: Männer lieben andere Duftnoten und ihr Haar ist weniger anspruchsvoll, was die Auswahl des Shampoos betrifft, da es in der Regel wesentlich kürzer ist.

Vor und nach dem Rasieren

Die Rasur hat im letzten Jahrzehnt stark zugenommen, da es nicht nur den Barthaaren, sondern nun auch den Haaren auf der Brust, im Achsel- und Schambereich sowie an den Beinen an den Kragen geht. Was früher der ganze Stolz des Mannes war - die Brusthaare sind heute schon fast verpönt.

Ein optischer Vorteil: Männer im fortgeschrittenen Alter eliminieren so gleich die grauen Haare. Allgemein nähern sich heterosexuelle Männer in ihrem Äußeren und im Gebrauch kosmetischer Präparate dem femininen Verhalten immer mehr an.

Gele und Emulsionen: Zu den Kosmetik Klassikern wie Rasierseife, Rasiercreme und Aftershave haben sich Produkte mit entzündungshemmenden Komponenten gesellt. Diese meist fettfreien Gele oder nur schwach fettenden Emulsionen werden vor und nach der Nass-Rasur angewandt. Die glättende Wirkung der Gele erleichtert die Rasur.
Rasierseifen: Sie werden alternativ zu den Gelen verwendet und bestehen auch heute noch aus überfetteten Alkaliseifen (Kalium- und Natriumsalze der Stearinsäure und Palmölfettsäuren). Liegt ihr pH-Wert im alkalischen Bereich, kann man einige in den oben genannten Gelen verarbeitbare Wirkstoffe aus Stabilitätsgründen nicht einsetzen.
Preshaves: Vor der Trockenrasur hilft kaltes Wasser, um die Haut zu straffen und das Rasierergebnis zu optimieren. Dem gleichen Zweck dienen höher alkoholhaltige Preshaves, die gleichzeitig durch den Zusatz von Gleitmitteln - meist sind es Silikone - die Rasur erleichtern sollen.
Aftershaves: Hier bilden nach wie vor hochalkoholhaltige Lotionen mit herben Duftnoten die Mehrheit. Auch sie können entzündungshemmende Bestandteile enthalten. Daneben gibt es alkoholhaltige (bis 20% Ethanol) oder alkoholfreie Balms, die zusätzlich diverse fettende und kühlende Komponenten (insgesamt ca. 10%) enthalten.

Sanfte Deos für IHN

Die oben beschriebene Änderung der Kulturgewohnheiten (vermehrte Rasur) führt zwangsläufig zu einem ungeahnten Anstieg des Deo-Verbrauchs. Insbesondere im Achsel- und Schambereich entsteht so ein feuchtes und für Keime geradezu ideales Mikroklima. Denn nun fehlt die Isolierschicht - Achsel- und Schamhaare. Daher sind insbesondere in den Achselhöhlen und im Intimbereich sanfte Deos notwendig. Neuere Kosmetik Präparate enthalten neben den antitranspiranten und keimhemmenden Wirkstoffen auch substanzielle Pflegebestandteile.

Peelings im Kosmetikinstitut und Kosmetikstudio gehören auch dazu

Behandlungen im Kosmetikstudio beinhalten meist ein Peeling. Peelings sind nicht männerspezifisch und in der Regel stehen Enzym- und Creme-Peelings mit Wachsreibekörpern, Salz-Peelings sowie Fruchtsäure-Behandlungen auf dem Plan. Letztere stressen die Haut am stärksten und sollten trotz dickerer Haut - insbesondere wenn sie öfter angewandt werden - möglichst in enger Absprache mit der Kosmetik - Expertin nach medizinischer Indikation durchgeführt werden.

Lotionen in der Kosmetik sind sehr beliebt

Bei Männern muss es immer schnell gehen - daher stehen Lotionen besonders hoch im Kurs. Gesichts- und Köperlotionen werden in der Kosmetik allen Variationen angeboten - von erfrischend bis pflegend. Abgesehen von den Duftnoten, die sich von den Damenpräparaten unterscheiden, ist die generelle Zusammensetzung praktisch die gleiche, wobei der Fettgehalt durchaus geringer sein kann.

Masken und Cremes im Kosmetikstudio, Kosmetikinstitut und für daheim

Mit Ausnahme von reichhaltigen Vitamincremes, die auch in der Heimpflege benutzt werden können, sind Masken eine Domäne der Kosmetikstudios. Hier bieten sich vor allem variable Baukastensysteme an, da sie die kostspielige Vorratshaltung vieler unterschiedlicher Varianten überflüssig machen. Die Wirkstoffe der Masken richten sich nach den Hautdiagnosen oder speziellen Wünschen. Im Allgemeinen sind die Cremes fettarm (siehe oben). Vielfach werden auch fettfreie oder fettarme Gele - insbesondere zur Behandlung von Tränensäcken und Augenringen - angewendet.

Natürlich geschminkt

Für die dekorative Kosmetik im Kosmetikstudio eignen sich Baukastensysteme. Die Farben der Produkte - Make-up, Puder, Liner, Lippenstifte & Co - sind eher zurückhaltend und betonen die natürliche Haut. Hauptanwendungsgebiet ist eindeutig die Problemhaut. Meist lernen Jugendliche wegen einer Akne kosmetische Anwendungen überhaupt kennen. Fettarme Präparate auf Linolsäurebasis sind auf längere Sicht die beste Wahl.

Paarbehandlung im Kosmetikstudio liegt im Trend

Ansonsten scheinen Männer in den Kosmetikinstituten pflegeleicht und für die fachkundige Beratung sehr aufgeschlossen zu sein. Da auch ihre Mundpropaganda bestens funktioniert, können gute Kosmetikstudios zukünftig einen nennenswerten Teil ihrer Einkünfte über die Behandlung von Männern generieren.

Ein gutes Maß an Skepsis gegenüber der Werbung der Kosmetikfirmen ist allerdings mit einzukalkulieren - hier reagieren Männer wesentlich nüchterner. Eine klare und verständliche Argumentation kommt bei ihnen an. Männer wollen gleich gute Ergebnisse sehen. Ein interessanter Trend ist die Paarbehandlung in größeren Kosmetikstudios, Hotels oder Thermen, die Wellness oder noch besser Medical Wellness anbieten.

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